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Segler über Bord gefallen!

Entscheidend ist, dass das Manöver mit kleiner (oder vermindert einsatzfähiger) Crew sicher, schnell und erfolgreich gefahren werden kann.
Im Notfall auch alleine. Das Mann-über-Bord-Manöver, mit Raumschotskurs, Q-Wende, Halbwindkurs und Aufschießer, sollte als Basismanöver von jedem beherrscht werden. In der Praxis haben sich für Kielyachten vor allem das Quickstop-Manöver und das Münchner-Manöver bewährt. Beide bilden die für die Bergung notwendige “stabile Plattform”, bei der das Schiff über mehrere Minuten ruhig liegt und die Segel nicht schlagen.

 

Quickstop-Manöver

Ohne an den Segeln etwas zu verändern, wenden und mit dichten Segeln (eventuell mit Motorhilfe) einmal im Kreis fahren und beidrehen. Beiliegend das Opfer an Lee aufnehmen. Quickstop kann auch mit zahlenmäßig kleiner Crew gefahren werden. Das Schiff bleibt in der Nähe des Überbordgefallenen.

 

Münchner-Manöver

Drei Schiffslängen Am-Wind, beidrehen und zum Opfer zurücktreiben lassen. Das Münchner-Manöver kann einhand gefahren werden.
Anfahren auf Lee-Seite
Das Opfer wird so angefahren, dass es auf der Leeseite des Schiffes liegt. Das Schiff wird so aufgestoppt, dass das Opfer mittschiffs oder im hinteren Drittel aufgenommen werden kann. Bei allen Manövern wird eine Schwimmleine mit Rettungsring ausgebracht, an dem sich das Opfer ggf. festhalten und so eine Leinenverbindung hergestellt werden kann, falls das Schiff nicht genau trifft. Durch Beidrehen bildet das Schiff bei beiden Manövern eine für das Bergen erforderliche stabile Plattform, bei der der Baum bereits auf der richtigen Seite liegt.
Leinenverbindung herstellen
Entscheidend ist das sofortige Herstellen einer Leinenverbindung, damit das Opfer an der Bordwand gehalten werden kann, auch wenn das Schiff nochmal abtreiben sollte.