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Das ändert sich für Wasserportler in den Niederlanden

Von Friesland bis Zeeland gibt es auch in dieser Saison wieder viele Neuerungen

für Wassersportler. Wir haben sie zusammengestellt.
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Die Reise nach Terschelling führte jahrelang durch den Slenk. Das ist auch weiterhin so, doch es gibt jetzt eine Alternative: das Schuitengat. Derzeit hat das reaktivierte Fahrwasser eine Tiefe von 70 Zentimetern bei LAT. Die meisten Wassersportler können also ab etwa halber Tide, je nach Tiefgang, problemlos passieren.

Die Passage ist mit gelben Tonnen markiert, im Vliestrom ist der Eingang mit der Nord-Kardinaltonne “SG-N” markiert.

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Der Hafen von Schiermonnikoog wird derzeit ausgebaggert. Dazu bedient man sich einer neuen Methode namens Wassereinspritzung. Das Resultat ist derzeit noch offen. Ziel ist es, etwa 30 Zentimeter über LAT zu erreichen. Wegen strengerer Umweltvorschiften war das bisher übliche Baggern und Verklappen auf der Waddenzee nicht mehr möglich.
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Hafen Noordpolderzeil: Der kleinste Gezeitenhafen der Niederlande kämpft seit Jahren mit der Versandung. Gebaggert wird derzeit nicht, der Hafen ist daher selbst bei Hochwasser nur noch für ganz kleine Boote befahrbar. Geprüft wird jetzt die Einrichtung eines Spülsees, wie etwa in Nessmersiel.
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Lagune Makkum: Um die Folgen des möglichen Windparks vor der Küste zu mindern, plant ein Zusammenschluss von Unternehmen vor der Küste Makkums drei Inseln anzulegen. Sie sollen sich selbst überlassen werden und nicht zugänglich sein.

Dennoch sind sie für Wassersportler interessant, erzeugen sie doch einen nach Westen hin geschützten Ankerbereich.

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Die Schleuse Den Oever ist vom 5. September bis 16. Oktober für die gesamte Schifffahrt wegen Wartungsarbeiten gesperrt.
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Windparks im IJsselmeer: Etwa sechs Seemeilen vor Makkum entsteht, wenn alle Hürden genommen werden, bis 2020 ein großer Windpark mit 89 Turbinen. Der Schwesterpark entlang des Deichs zwischen Urk und Lemmer ist bereits fertig. In den nächsten Wochen wird er zum Befahren freigegeben. Die Unterkante der Rotorblätter befindet sich in 40 Meter Höhe über dem Wasserspiegel.
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Die Fahrrinne nach Workum ist erneut ausgebaggert worden. Was fehlt, ist eine dauerhafte Lösung. Wassersportunternehmer aus der Umgebung bemühen sich daher um eine Deichlösung. Sie hilft an der Südseite der Einfahrt schon seit langem die Versandung zu reduzieren. Nun soll auch nördlich der schmalen Rinne ein solcher Deich entstehen.
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Die Betonnung im IJsselmeer hat sich geändert: Vor Stavoren wurden die “VZ-W” und “VZ-Z” eingezogen, ebenso die Markierung der 1,5 Meterlinie am Vrouwezand. Vor Lemmer fehlt fortan die “SB-Z”. An die Stelle der Kardinalbetonnung tritt ein laterales System mit roten Tonnen gen Lemmer und grünen vor Stavoren. Auf der Position der “VZ-W” liegt nun eine Fahrwassertrennung mit der Bezeichnung “ST 1/SB 2”.
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Bezahlautomaten übernehmen den Job der Hafenmeister entlang der Grachten in der Innenstadt von Lemmer. Bei ihnen kann das Liegegeld bezahlt und die Servicekarte für die Nutzung von Strom, Wasser und Duschen aufgeladen werden. Bezah-
lung mit EC- oder Kreditkarte.
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Der Rijkswaterstaat, die oberste Wasserstraßenbehörde der Niederlande, will in Zukunft vermehrt Fahrrinnen für die Freizeitschifffahrt anlegen. Sie liegen außerhalb der normalen Verkehrswege und sind durch rot- und grün- weiße Tonnen gekennzeichnet. Schwerpunkt werden Watten- und IJsselmeer sein.
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Neues im Binnenvaart Politie Reglement: Zumeist handelt es sich um Änderungen für die Berufsschifffahrt. Allerdings reicht es jetzt auch, das vorgeschriebene Handbuch “Marifonie” in digitaler Form an Bord mitzuführen. Außerdem: Schiffe mit Ankerpfahl dürfen diesen nur noch in den dafür ausgewiesenen Gebieten verwenden.
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Auf dem Markermeer südlich von Enkhuizen haben die Behörden 700 Meter illegale Netze entfernt. Sie waren ein Problem, da sich immer mehr Yachten in ihnen festfuhren, weil die vorgeschriebenen Markierungen fehlten.

Nach wie vor gilt erhöhte Aufmerksamkeit, denn eine Gewissheit, dass alle Netze entfernt wurden, besteht nicht.

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Südlich des Houtribdijks entstehen seit März 2016 die ersten Inseln der Markerwadden. Im Bereich der Arbeiten gilt ein Befahrensverbot. Zunächst werden 250 Hektar Inselland aufgespült. Sie sollen einen Yachthafen und ein Besucherzentrum erhalten.
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Auf den Grachten Amsterdams sind ab 2017 keine Zweitaktmotoren mehr erlaubt. Roller dürfen an Land auch weiterhin blaue Wolken erzeugen.
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Das Aquädukt an der Vecht ist das größte in Europa. 194 Meter lang und 65 Meter breit, wird es eine der am meisten befahrenen Autobahnen der Niederlande über den Fluss führen. Fertig ist es Ende 2016. Dann können selbst Segleryachten zu jeder Zeit in den Fluss einlaufen. Bis dahin müssen sich Skipper an die Öffnungszeiten der Autobahnbrücke halten.
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Zwischen Muiden und Naarden wird die Naardertrekvaart ausgebaut. In Naarden wird eine Verbindung zum Gooimeer geschaffen. So kommen kleinere Boote auf die geschützten Randmeeren, ohne über den südlichen Teil des Markermeers zu müssen. Baubeginn ist 2016, fertig soll die Verbindung 2020 sein.
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Das Netzwerk von Tankstellen an denen der Biodieselfreie GTL (Gas-to-liquid) getankt werden kann, wird größer. Eine Übersicht findet sich unter www.gtl.nu/locaties
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Der Yachthafen in Cadzand mit 150 Liegeplätzen eröffnet im August. Die Verspätung kommt durch die aufwendigen Bauarbeiten am Küstenschutz.

 

Quelle: boote-magazin.de